Heilpraktiker für Psychotherapie Michael Ziegenbein / Praxis

Belastungsstörungen

Außergewöhnliche Belastungen können im Verlauf des Lebens immer wieder auftreten, ja – vielleicht sogar zum Normalzustand werden. Niemand ist davor geschützt.

Oft bleiben die Auswirkungen lange Zeit unbemerkt – wir haben leider kein Sinnesorgan, dass ständige Überlastung für uns spürbar oder fühlbar macht. Allzuoft wollen wir durchhalten, wir beißen vielleicht die Zähne zusammen und denken, dass der nächste Urlaub wieder alles gerade richtet.

Deshalb treten die Symptome der psychosomatischen Belastungsstörung oft unerwartet und unvorbreitet auf, wenn der Körper nicht mehr anders kann und eindeutig signalisieren muss, dass es so einfach nicht mehr weitergeht. Urplötzlich kann zum Beispiel ein Weinkrampf am Arbeitsplatz eintreten, ein starkes Gefühl des Ausgelaugtseins lähmt den ganzen Menschen oder andere belastende Körperempfindungen und Symptome körperlicher Erkarankungen werden wahrgenommen.

Immer wieder konnte ich in meiner Praxis erleben, dass an einem Erschöpfungssyndrom erkrankte Patienten erst nach zahlreichen Untersuchungen und vielen Facharztbesuchen schließlich den Weg in die psychotherapeutische Praxis gefunden haben. Dabei ist es selbstverständlich wichtig, eine direkt auslösende körperliche Erkrankung mit Sicherheit auszuschließen.

Außergewöhnliche Belastungssituationen können sein:

  • anhaltende Überlastungssituation im privaten / beruflichen Bereich
    (Burn-Out)
  • berufl. / private Umbruchsituation wie Verlust des Arbeitsplatzes oder Trennung von Partner oder Partnerin
  • Tod eines nahen Menschen
  • Erleben von Verlust – sei es im Bereich der sozialen Beziehungen oder als materieller Verlust
  • schwere körperliche Krankheit

Als “Burn-Out” – also als ein Ausbrennen der eigenen Kräfte – werden die Folgen andauernder chronischer Überlastung im Privatleben oder im Beruf bezeichnet.
Dabei zeigt sich in der psychotherapeutischen Praxis, dass meist neben dem Berufsleben auch Schwierigkeiten im privaten Bereich erschwerend hinzukommen. Die Symptome sind im fortgeschrittenen Stadium oft sehr ähnlich den Syptomen der Depression. Es können aber auch Herzangstsyndrom, Gelenkschmerzen, Hautausschlag, Verdauungsbeschwerden, nachlassendes Gedächtnis oder viele andere unterschiedlichste Symptomgruppen auftreten.

Aber auch Trauer und das Gefühl von Verzweiflung oder Hoffnungslosigkeit kann zu starken Gefühlen von Niedergeschlagenheit, Kraftlosigkeit und einem Gefühl des Ausgebranntseins führen.
Dabei gehört Trauer nun einmal – zum Glück meist selten – zum normalen Erleben.

Aber in der psychischen Selbstregulation setzt nach schweren Stunden von selbst eine allmähliche Erholung ein.
Es wurde Abschied genommen, ein Verlust konnte verarbeitet werden, eine gute Lösung gegen Überlastungssituationen konnte gemeinsam mit der Familie oder Kollegen und Vorgesetzten gefunden werden.  Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung wurden vielleicht mit Hilfe von Familienmitgleidern oder Freunden überwunden und in neue Ziele und Hoffnungen umgewandelt.

Wenn aber kompetente Helfer aus dem sozialen Umfeld fehlen oder die Belastungssituation wie ein unüberwindbarer Berg erscheint, eine überwältigende Welle, die alles mißreißt und alles in Frage stellt, können sich chronische Belastungsstörungen etablieren.

In einer solchen Situation ist kompetente Hilfe eine oft unabdingbare und für ein gesundes Weiterleben dringend erforderliche Hilfe.
Die unüberwindbare Mauer wird umgebaut in eine Brücke über den Abgrund, die anscheinend bedrohliche Welle trägt den Betroffen weiter – hin zu sinnvollen Lösungen und in ruhiges Fahrwasser.

Intervention mit Mitteln therapeutischer Hypnose, Meditationsübungen und sinnstiftende, aufbauende Gespräche können in schwierigen Situationen helfen, die Talsohle der Überlastung seelisch unbeschadet zu durchschreiten, die Momente von Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit gut zu bewältigen und bald wieder aus dem Tief des Verlustes, der Enttäuschung, der Niedergeschlagenheit und Trauer herauszugelangen und neue Kraft zu schöpfen.